über uns
Hintergrund
Es wird geschätzt*, dass in Deutschland 410.000 Menschen von Wohnungslosigkeit betroffen sind. Sie leben in ungesicherten Wohnverhältnissen: bei Bekannten, in Pensionen oder anderen Not- bzw. Ersatzunterkünften oder buchstäblich auf der Straße. Man geht von ca. 20.000 Personen aus, die ohne jegliche Unterkunft leben.
Die Ursachen sind vielschichtig, haben jedoch fast immer eine längere Arbeitslosigkeit und allmähliche Verarmung als Ausgangspunkt. Fehlende soziale Bindungen, Überschuldungen, geringe berufliche Qualifikationen, Straffälligkeit oder gesundheitliche Einschränkungen wie körperliche Behinderungen, psychische oder Suchterkrankungen bedingen eine Spirale gesellschaftlicher Ausgrenzung, aus der es für die Betroffenen aus eigener Kraft kein Entrinnen gibt.
Staat, karitative Hilfeinstitutionen und private Initiativen greifen diesen durch verschiedene Problemlagen gekennzeichneten Hilfebedarf auf und betreiben unterschiedlichste Einrichtungen, die entsprechende Hilfestellungen für die Betroffenen anbieten. DOMIZIEL kooperiert sehr eng mit der Arbeitsgemeinschaft für Gefährdetenhilfe und Jugendschutz in der Erzdiözese Freiburg e.V. (AGJ), einem Caritas-Fachverband, dem Diakonischen Werk Freiburg und Caritas Freiburg, die im gesamten südbadischen Raum für Wohnungslose Tagesstätten, Fachberatungsstellen, Aufnahmehäuser, stationäre Eingliederungs-einrichtungen und betreute Wohnprojekte sowie Einrichtungen für Arbeitsmaßnahmen unterhalten.
Domiziel wendet sich an Betroffene aus diesen Einrichtungen und bietet Mitarbeit an Bauprojekten an, um Wohnungen zur dauerhaften Eigennutzung zu erstellen. Mit diesem Konzept reagiert DOMIZIEL unmittelbar auf die Ausgrenzung der Betroffenen auf dem Arbeits- und Wohnungsmarkt und verspricht sich dadurch einen nachhaltigen Wiedereingliederungseffekt - verstärkt durch weitreichende Beteiligung und Einbindung in die Planung und Abwicklung eines Wohnbauprojektes.
*) Quelle: BAG-W für 2002 (www.bag-wohnungslosenhilfe.de)