Pressespiegel

Domiziel in der Presse

Domiziel Pressearchiv 2002

Badische Zeitung vom 26.01.2002

Klares Nein zu Plänen an der Villa Köchlin

Keine Bauten im Park / Räte lehnen Änderungsbauantrag ab

STEINEN (th). Die Rechnung ohne den Wirt gemacht hat eine Bauherrin mit ihrem Änderungsbauantrag für die alte Villa Köchlin. Unisono lehnte der Gemeinderat ihn ab, weil er nicht dem Bebauungsplan entspricht und Belange des Naturschutzes nicht beachtet.

Wolfgang Deschler sprach von „Salamitaktik“, mit der die Bauherrin schon zum einmal verweigerten Ziel gelangen wolle. Denn in dem Änderungsbauantrag sah man den nächsten Schritt zu den Einzelhäusern, die der Rat bei der Villa nicht haben will. Das Hauptinteresse der Gemeinde gilt dem Erhalt der Villa und nicht neuer Gebäude drumrum, betonte Bürgermeister Rainer König. Doch dass in dieser Richtung etwas laufe, sei momentan nicht erkennbar. Deshalb war er gegen jegliches Zugeständnis. Für den Gemeinderat insgesamt war die damalige Zustimmung zum Bau zweier Garagengebäude mit je einer Wohnung anstelle der alten Remisen Kompromiss genug. Daher versagte er seine Zustimmung zur Unterkellerung der Garagen samt Einbau einer zweiten Wohnung, zumal die erforderlichen Stellplätze samt Reihencarports in den Park eingriffen und im Außenbereich lägen (dafür müsste der Bebauungsplan ausgedehnt werden). Was den Ausbau des Dachgeschosses der Villa zu Wohnraum angeht, müsse das wegen der Dachfenster vom Denkmalamt geprüft werden.

 

Badische Zeitung vom 09.03.2002

Geld vom Kreis für das Jüdische Gemeindehaus

Breisacher Förderverein wird mit 12 500 Euro unterstützt ...

KIRCHZARTEN (dan). Der Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald unterstützt die Restaurierung des ehemaligen Jüdischen Gemeindehauses in Breisach mit 12 500 Euro. Dies beschloss gestern einhellig der Schul- und Kulturausschuss des Kreistages bei seiner Sitzung im Kirchzartener Schulzentrum.

Damit soll zum einen die Arbeit des „Fördervereines Ehemaliges Jüdisches Gemeindehaus Breisach“ gewürdigt und unterstützt und zum anderen die Gesamtfinanzierung der Wiederherstellung des Gebäudes durch das Landesdenkmalamt, die Denkmalstiftung Baden-Württemberg und die Deutsche Stiftung Denkmalschutz sichergestellt werden. Der Förderverein hat bereits 150 000 Euro für den Erwerb des Hauses aufgetrieben, für die Restaurierung werden um die 325 000 Euro benötigt. Nachdem Förderzusagen über rund 210 000 Euro vorliegen, besteht noch eine Finanzierungslücke von 130 000 Euro. Die will der Landkreis mit seinem Zuschuss schließen helfen. Außerdem kann der Verein auf höhere Zuwendungen von Landesdenkmalamt und den Stiftungen hoffen, nachdem die kommunale Beteiligung sichergestellt ist.

Im Ausschuss gab es keinerlei Zweifel an der Förderwürdigkeit des Breisacher Vorhabens. Die 12 500 Euro, meinte zum Beispiel Werner Haerdle von der FDP, seien nur ein Tropfen auf den heißen Stein, der Zuschuss sei aber gleichzeitig ein Signal dafür, dass die verdienstvolle Arbeit des Fördervereins gewürdigt werde. Gerlinde Westermayer von den Grünen stellte die Frage, ob der doch recht kleine Betrag aufgestockt werden könne. Der Kreistag hat nämlich für dieses Jahr 25 000 Euro für Erhaltung und Pflege von Kulturdenkmalen bereitgestellt, wobei die zweiten 12500 Euro für das Schloss Bad Krozingen vorgesehen sind. Von einer Umschichtung der Mittel sah man jedoch ab.