Pressespiegel

Domiziel in der Press

Domiziel Pressearchiv 2008

Badische Zeitung vom 26.11.2008

Neuer Gutshof soll gelb leuchten

von Barbara Schmidt 

UMKIRCH. Umkirchs Gutshof bekommt einen gelben Außenanstrich, das hat der Gemeinderat in seiner Sitzung am Montagabend bei einer Gegenstimme und einer Enthaltung entschieden. Einstimmig genehmigte das Gremium außerdem Mehrkosten von rund 75 000 Euro.

Ein morscher Holzbalken und Änderungen im Bauplan – etwa dass der Kellereingang von innen nach außen verlegt wurde – haben Zusatzkosten verursacht; insgesamt 218 000 Euro, rechnete Chefsanierer Willi Sutter vor. Davon tragen die Gemeinde und der Investor jeweils einen Teil. Die Gesamtbaukosten sind laut Sutter von 1,786 Millionen Euro auf zwei Millionen Euro gestiegen, wovon 798 000 Euro auf die Gemeinde entfallen. Rund die Hälfte wird aus dem Landessanierungsprogramm gefördert, so dass letztlich Mehrkosten von rund 75 000 Euro bei der Gemeinde hängen bleiben.

Zeitlich liegen die Bauarbeiten im Plan. Bis in zwei Wochen, rechtzeitig vor dem Weihnachtsmarkt, seien alle Arbeiten, für die ein Kran nötig ist, abgeschlossen, sagte Sutter. Die Arztpraxis werde bis Ende Januar fertig, die Ladengeschäfte im Erdgeschoss bis Februar oder März. Danach kämen der Bürgersaal und die Gastronomie an die Reihe, so dass es mit der Eröffnung im Herbst 2009 klappen werde, sagte Sutter.

Auf der Gebäuderückseite, zum Parkplatz hin, "haben wir eine Dachvorsprungverglasung hinzugefügt", berichtete er und erklärte auch gleich, warum: Der Kniestock unterhalb des Daches in seinem Inneren barg einen völlig verfaulten Holzbalken und musste abgebrochen werden. Der gläserne Dachvorsprung sei optisch aber ein Gewinn und biete Schutz für den Gehweg darunter, meinte Sutter.

 Treppenbau aus Glas und Stahl

 Bei der Farbe für den Fassadenanstrich ließ er die Gemeinderäte zwischen einem "ganz klassischen" Weiß, einem leichten Gelb, einem "historischen Rot" und einem hellen Blauton wählen. Mit der Farbe "kann man einem Gebäude auch eine Marke aufdrücken", betonte Sutter und verwies auf das jüdische Zentrum in Breisach, das jeder nur das "Blaue Haus" nenne.Nach kurzer Diskussion wählte dr Gemeinderat schließlich das Gelb, da die an die Gutshofscheunen angrenzende Feuerwehr auch gelb gestrichen ist.

Weniger einheitlich waren die Geschmäcker, als es um die Treppe in der Passage ging. Auch hier standen mehrere Varianten zur Wahl: Von der klassischen (und kostengünstigen) Treppe über eine moderne, scheinbar über dem Boden schwebende Edelstahl-Glas-Konstruktion bis zum ebenfalls modernen, durchweg geschwungenen "Hingucker". Die billige Variante war schnell vom Tisch. Schließlich werde diese Treppe einmal zum Bürgersaal und zur Arztpraxis hinaufführen, war die Begründung. Sieben Ratsmitglieder wollten die geschwungene (und teuerste) Treppe, sieben waren dagegen. Damit war auch dieser Vorschlag vom Tisch. Am Ende stimmten alle, außer Walter Rafalski (SPD), für die geradlinige Edelstahl-Glas-Treppe. Sie passe gut zu der modernen Eingangstür, meinte Sutter.

Gefragt, wie die gesamten Baukosten zwischen der Gemeinde und dem Investor aufgeteilt werden, sagte Sutter: Die Handwerker rechneten teilweise jedes Bauteil einzeln ab, damit bei der Endabrechnung später genau sortiert werden könne. Andere Gewerke, wie die Außenfassade oder die Heizung, würden auf das Tausendstel genau aufgeteilt. "Wir schauen uns jede Rechnung im Detail an", versicherte Bürgermeister Walter Laub. Die genehmigten Mehrkosten beziehen sich nach Auskunft von Rechnungsamtsleiter Markus Speck überwiegend auf den Gemeindesaal und den Keller, weshalb der Kostenanteil der Gemeinde größer ausfällt, als ihr Anteil am Gebäude ist. 

Die Zeit, vom 13. November 2008

Unser Dorf soll gelber werden

Die Schwarzwaldgemeinde Neustadt hat ein Problem: Niemand interessiert sich für sie. Doch das könnte sich bald ändern.

VON JÜRGEN REUSS

Neustadt

 Albi Maier hat Großes vor mit seiner Heimatgemeinde Neustadt. Etwas, das Gemeinsamkeit und Bürgerstolz ausdrückt und die Stadt in neuem Licht erstrahlen lässt. In gelbem Licht. Die ganze Stadt soll gelb werden. „Im Idealfall macht jemand die gelbe Garage an seinem gelben Haus auf und holt ein gelbes Auto heraus.“ Eine ganze Stadt gelb streichen, klingt das nicht ein wenig verrückt? Nicht für Maier. Er ist überzeugt von seiner Idee. Und wenn er sie Zweiflern erklären muss, dann erklärt er sie eben. Am liebsten würde er mit dem Erklären schon im Kindergarten anfangen und den Nachwuchs auf seinen Plan einer einheitlichen Farbgestaltung vorbereiten. „Um eine gewisse Sichtweise zu schulen.“

Sehschulung gehört bei ihm zum Beruf. Albi Maier ist Maler. Mit seinen zotteligen Haaren, buschigen Augenbrauen und dem Waldschratbart ist der 56-Jährige geradezu der Prototyp eines Heimatkünstlers. Er hat auch nichts dagegen, wenn man ihn als solchen bezeichnet. „Ich habe einmal woanders gewohnt, vor 35 Jahren, aber ich habe es nicht lange ausgehalten. Ich bin mit der Gegend hier sehr verwachsen.“ Die Gegend um Neustadt ist der Schwarzwald. Seit 1971 existiert Neustadt nur noch als Doppelgemeinde Titisee-Neustadt. Titisee ist die Perle des Schwarzwaldtourismus, ein Muss für jeden Urlauber. Seespaziergang, Kuchen essen, Kuckucksuhr kaufen. Neustadt ist so etwas wie die hässliche Schwester von Titisee. Dorthin verirrt sich selten ein Tourist. Und die Einheimischen kaufen lieber in den Einkaufszentren in der Peripherie oder gleich im nahe gelegenen Freiburg ein. Die Innenstadt verwaist. Darüber, dass etwas gegen die Leerstände und die mangelnde Attraktivität des Zentrums getan werden sollte, sind sich engagierte Bürger und Gemeinderat seit Langem einig. Nur was?

 „Jeder malt, was er will, und meint, herausstechen zu müssen.“

 Also hat sich Heimatkünstler Albi Maier hingesetzt und Gedanken gemacht. Die entscheidende Idee kam ihm vor drei Jahren auf der Heimfahrt von seinem Atelier. Das befindet sich im alten Fernsehturm auf dem Feldberg, und wenn man von dort herunterfährt, sticht einem das herausragende Merkmal Neustadts unübersehbar ins Auge - die Hanglage. Und noch etwas fiel Albi Maier auf: „Wenn man die Häuser vom Wald aus anguckt, wirken sie doch sehr nervös, weil jeder malt, was er will, und meint, herausstechen zu müssen. Dadurch bekommt man einen farblich sehr nervösen Eindruck.“ Wie wäre es also, mit dem Stadtbild einmal nach den Grundsätzen zu verfahren, die Maier auch auf seine Bilder anwendet: Reduktion und Konzentration, die nervöse Farbgestaltung auf ein Limit reduzieren, kurz, die ganze Stadt gelb streichen.

Anfangs stieß die Vorstellung, dass da womöglich ein wild gewordener Künstler in Stones-Manier bei jeder roten Tür zum gelben Farbeimer greift, auf ein gewisses Misstrauen. Selbst Menschen, die ihr Haus bereits gelb gestrichen hatten, wie der örtliche Bäcker, waren skeptisch: „Wenn alles gelb ist, verschwinde ich darin.“ Maier blieb hartnäckig, hatte inzwischen auch einen eingängigen Slogan - „Hello Yellow“ -, dem ein hinzugezogener Berater eine werbewirksame Sprachmelodie attestierte. Tatsächlich stellt sich unwillkürlich eine Melodie ein: Dieser alte Hit von Donovan, den er nach dem Rauchen von Bananenschalen schrieb. Maiers Gelb-Trip war allerdings erdgebundener. Statt in psychedelische Weiten führte er ihn zu dem nahe gelegenen Farbhersteller und Weltmarktführer für Fassadendämmung, der Sto AG in Stühlingen. „Entweder bin ich da in fünf Minuten wieder draußen, oder es wird ein längeres Gespräch“, sagte er zu seiner Frau. Es wurde ein längeres Gespräch. Der Chefdesigner der Sto AG kurierte ihn von seiner Radikalvorstellung, die gesamt Stadt in vier knalligen Gelbtönen zu streichen, und entwickelte stattdessen eine Farbpalette von 20 aufeinander abgestimmten moderaten Gelbtönen, die inzwischen unter dem Namen „Neustadt Gelb“ weltweit bestellbar sind.

 „Hoffentlich sagen die Leute: Die spinnen, die Neustädter“

Mit dieser seriösen Farbpalette eines ebenso seriösen Fassadenspezialisten im Gepäck klang Albi Maiers Idee plötzlich nicht mehr so ganz irre.

Er fand Mitstreiter. Ein ganz wichtiger war Bauunternehmer Willi Sutter. Den hatte man am Anfang seiner Karriere auch für verrückt erklärt, weil er als ungelernter Bauhelfer plötzlich anfing, denkmalgeschützte Häuser zu kaufen und für Obdachlose zu renovieren. Inzwischen ist er Träger des Deutschen Denkmalpreises und hat sein aktuelles Neustädter Sanierungsobjekt in Hello-Yellow-Farben gestrichen. Kurz darauf war auch der Gemeinderat überzeugt, stellte weitere Gebäude zur Vergelbung bereit und ließ 20 Hello-Yellwo-Fahnen aufstellen. „Hoffentlich sagen die Leute: Die spinnen, die Neustädter, und kommen dann, um es sich anzusehen“, freut sich Bürgermeister Armin Hinterseh auf künftige Touristenströme. Bis zu vierzig Prozent gelb gestrichene Gebäude hält er in den nächsten Jahren für möglich.

Vierzig Prozent genügen Albi Maier nicht. Er träumt längst von einheitlich gelben Einkaufstüten, gelben Leitplanken und Handläufen, einer gelben Narrenzeitung und dem Zitroneneisbecher „Hello Yellow“. Jeder neue Gelberfolg wird auf seiner Website vermerkt.

Bleibt noch die Frage: Warum gerade Gelb? „Nur Gelb reagiert mit der Natur und den Jahreszeiten. Grüne wäre idiotisch.“ Und Blau? Schon vergeben. An Albi Maiers Haus. Kurz vor des Malers gelber Periode frisch gestrichen. Künstlerpech.

Baden Online vom 14.10.2008

Denkmalschutz und sozialer Anspruch

Zum »Tag der seelischen Gesundheit« sprach Willi Sutter in Kehl über seine »Domiziel«-Idee

Autor: Oscar Sala

Denkmalgeschützte Häuser bewahren, wirtschaftlich betreiben und Menschen in schwierigen Lebenslagen eine Perspektive geben – diesen Spagat haben Willi Sutter und seine zehn Mitarbeiter bewältigt. Rund hundert Zuhörer im Zedernsaal der Stadthalle hörten zu, was Sutter über seine Arbeit mit benachteiligten Menschen zu berichten hatte. Menschen in schwierigen Situationen bewahren bei Willi Sutters »Domiziel« alte Gebäude vor dem Verfall. Wie das geht, erklärt Sutter in Kehl.

Zum »Internationalen Tag der seelischen Gesundheit« hieß Rolf Hagen vom Sozialpsychiatrischen Dienst des Landratsamtes Ortenaukreis in Kehl die Besucher und Referenten Willi Sutter willkommen. Einblicke und Denkanstöße lieferte Sutter als Mitgründer und Geschäftsführer der Domiziel GmbH. Sutter berichtete von durchweg positiven Resultaten nach Instandsetzung alter, aber ehemals und heute wieder schöner Immobilien. Das »soziale Bauunternehmen«, besteht seit 1998 und wurde von Bauhandwerkern, vormals selbstständig in der Altbausanierung und des Denkmalschutzes sowie von einem Bauingenieur und Sozialarbeitern gegründet.
»Unser Ziel war und ist die Erstellung von günstigen Wohnraum für Menschen, die keinen oder sehr erschwerten Zugang zum Wohnungsmarkt haben«, erklärte Sutter. Hierzu gehören etwa Menschen, die von Langzeitarbeitslosigkeit, Überschuldung, sozialer Isolation oder gesundheitlichen Einschränkungen betroffen sind. So sind mittlerweile rund 120 Wohnungen in Altbauten etwa in Titisee-Neustadt, Freiburg, Emmendingen und in Kirchzarten-Burg entstanden. Sutter: »Daneben entstanden in diesen Objekten frei finanzierte Wohnungen, gewerbliche Räume, Verkaufs- und Büroflächen, um eine funktionale und soziale Mischung zu erreichen«

Stolz wächst mit

Das Unternehmen Domiziel ist gleichzeitig Arbeitgeber für ehemalig Langzeitarbeitslose und Menschen, die durch ihre Vergangenheit Probleme auf dem Arbeitsmarkt haben. Teilweise wurden die Mitarbeiter von Domiziel später auch Mieter der Häuser. »Die Menschen entwickeln dabei Stolz, wenn sie ihr Werk vor Augen haben«.
So genannte »sozial Schwache« würden dabei, entgegen der landläufigen Meinung, ihre Wertschätzung für ein gemütliches Haus, das sie als Zuhause betrachten, fast immer zum Ausdruck bringen. »Unser Prinzip ist, den Bewohnern Achtung entgegenzubringen«, so Sutter. Eine wirtschaftliche Sanierung wäre oft mit herkömmlichen Methoden nicht zu realisieren. »Wir müssen deshalb wie ein Wirtschaftsunternehmen funktionieren, anders geht es nicht, unsere Beschäftigten haben bei uns jedoch keine Ein-Euro-Jobs, sondern erhalten für ihre Arbeit ein Mindestlohn von 8,50 Euro"«, betont Sutter.
Viele von ihnen hätten wieder neue Motivation entwickelt oder überhaupt erst wieder zu einer geregelten Tagesstruktur gefunden – einige Beschäftigte sei es sogar gelungen, wieder in den regulären Arbeitsmarkt einzusteigen. Dennoch müssen sich die Projekte selber tragen, was auch der Fall ist: »Die Banken haben mittlerweile eingesehen, dass unser Konzept trotz oder gerade durch unser soziales Engagement und weitgehend unabhängig vom üblichen Marktsystem auf soliden Beinen steht«, so Sutter.
Für sein soziales Engagement für Benachteiligte und Gestrauchelte ist das Projekt von Willi Sutter mit dem baden-württembergischen Landesdenkmalpreis 2005 und 2006 sowie dem deutschen Preis für Denkmalschutz 2006 ausgezeichnet worden.

 

Badische Zeitung vom 19.09.2008

Nutzung des "Käppele"

von Silvia Faller 

SCHALLSTADT. Die Gemeinde Schallstadt sucht nach Wegen, das "Käppele" im Ortsteil Schallstadt zu renovieren und als Kinderbetreuungseinrichtung zu erweitern. Aus diesem Grund hat der Gemeinderat beschlossen, mit Willi Sutter aus Titisee-Neustadt, einen Projektentwickler zu beauftragen. Sutter ist Gründer und Geschäftsführer der Domiziel GmbH, die sich einen Namen gemacht hat, denkmalgeschützte Gebäude zu sanieren. "Und zwar so, dass wirtschaftlich sinnvolle und zeitgemäße Nutzungen möglich werden", erklärte Sutter in der jüngsten Ratssitzung.

Auch das "Käppele" steht unter Denkmalschutz. Das Gebäude war 1350 als St. Blasiuskapelle errichtet worden, war von 1768 an knapp 170 Jahre lang Volksschule und dient seit 1975 als Kindergarten. Zuletzt wurde das Gebäude im Frühjahr 1998 saniert, wobei es teilweise umgebaut wurde, um eine dritte Kindergartengruppe einrichten zu können. Damals war auch der Kunstverein Schallstadt aus der ehemaligen Lehrerwohnung in das Dachgeschoss des Gebäudes umgezogen. Auslöser, erneut über die Nutzung nachzudenken, war der Auszug eines Mieters und die Bewilligung von Fördermitteln aus dem Landesanierungsprogramm.

Was sich neben dem Kindergarten oder zusätzlich dort ansiedeln lässt, ist allerdings noch offen und soll gemeinsam mit Willi Sutter erarbeitet werden. "Denkbar ist, dass wir Begegnungsmöglichkeiten für Jung und Alt schaffen oder ein weiteres Betreuungsangebot für Kleinkinder einrichten", sagte Bürgermeister Jörg Czybulka. Das Potenzial sei erheblich, neben der leer stehenden Wohnung, die ohnehin grundlegend saniert werden müsse, könnten ein ehemaliger Ziegenstall umgebaut und ein Teil der Freifläche neu bebaut werden.

Schon im Frühsommer hatten die Gemeinderäte Gebäude besichtigt, die die Domiziel GmbH saniert hat. Unter anderem besuchten sie die Oberrieder Klosterscheune und die Birkenhofscheune von 1797 in Kirchzarten-Burg, in der barrierefreie Wohnungen für Behinderte, eine Wohngruppe für Demenzkranke und Wohnungen für Familien eingerichtet wurden. Willi Sutter war an Projekten beteiligt, die mit dem Landesdenkmalpreis ausgezeichnet wurden und hat 2006 selbst den Deutschen Preis für Denkmalschutz erhalten.

Aus diesem Grund schlage er auch eine Zusammenarbeit mit der Domiziel GmbH vor, erklärte Bürgermeister Jörg Czybulka. Die Gemeinderäte zeigten sich zufrieden damit und bejahten den Beschlussvorschlag einstimmig. Christoph Güthner (Agenda für Schallstadt) lobte die Idee, heute schon über eine Ausweitung des Angebots für Kleinkinder nachzudenken. Ewald Fritz (Bündnis 90/Die Grünen) erklärte auf die Zweifel Ursula Rauschkolbs (SPD), ob es überhaupt sinnvoll sei, einen Projektentwickler zu beauftragen bevor die Gemeinde sich im Klaren über ihre Nutzungsabsichten sei: "Der Entwickler zeichnet sich gerade dadurch aus, dass er etwas auf den Weg bringt. Wenn schon alles klar wäre, müssten wir nur einen Architekten beauftragen."

Die Leistung Sutters wird knapp 10 000 Euro kosten, informierte Czybulka auf eine Frage von Christoph Güthner.

 

Badische Zeitung vom 05.09.2008

Neue Chance für Umkirchs Gutshof

Willi Sutter ist von dem Umkircher Projekt überzeugt

Von unserer Mitarbeiterin Kati Wortelkamp 

UMKIRCH. Willi Sutter ist Projektleiter des Gutshofumbaues in der Umkircher Ortsmitte. Seine Projekte und Ziele finden immer mehr Anerkennung in der Öffentlichkeit. Sutter ist einer der beiden Geschäftsführer des "Sozialen Bauunternehmens" Domiziel GmbH mit Sitz in Titisee-Neustadt, die auf drei Ebenen arbeitet. Er hat damit Erfolg: Für das Projekt "Taglöhnerhaus" in Burkheim bekamen Sutter und sein Team 2006 den Landesdenkmalpreis Baden-Württemberg. 

Mit dem Projekt verfolgt Sutter und sein Team drei Ziele: das Schaffen von Wohnraum und oft auch Arbeit für Menschen, die sonst schlechten Zugang dazu haben, indem beispielsweise Wohnungs- und Arbeitslose bei der Renovierung mitarbeiten. Zum Zweiten den Erhalt historischer Bausubstanz unter Einbeziehung des Neuen, wobei baubiologische Erkenntnisse berücksichtigt werden, und zum Dritten eine ökonomisch tragbare Sanierung und Bewirtschaftung. 

Willi Sutter wird vor allem wegen Letzterem von Kommunen angesprochen, die sich den Erhalt problematischer gemeindeeigener Immobilien wünschen, ohne in ein finanzielles Desaster zu rutschen. Das war auch in Umkirch der Fall, wo das Schicksal des Gutshofareals ungewiss war und eine Gemeinderätin durch einen Presseartikel auf die Arbeit Sutters aufmerksam wurde. 

Nach einem Gespräch mit Umkirchs Bürgermeister Walter Laub, in dessen Verlauf laut Sutter der Funke gleich übergesprungen sei, besichtigte der Gemeinderat verschiedene von "Domiziel" renovierte Gebäude. Nach dieser Tour beschlossen die begeisterten Gemeinderatsmitglieder einstimmig, Willi Sutter mit der Planung und dem Umbau des Gutshofs zu beauftragen. 

Für das Projekt Taglöhnerhaus in Burkheim hatte 2006 Sutter und sein Team den Landesdenkmalpreis erhalten; auch im Jahr 2005 ging der Preis an das Team für die Sanierung der "Goldenen Krone" in St. Märgen. 

Ebenfalls 2006 bekam Willi Sutter in Weimar die höchste diesbezügliche Auszeichnung, den Deutschen Preis für Denkmalschutz. Außerdem wurde ihm das "Werkbund-Label" verliehen. Zweimal war Sutter bereits ein "Filmstar" , einmal in einer SWR-Landesschau und einmal in dem 90-minütigen Film "Die keiner will" von Peter Ohlendorf über die Sanierung des "Hirschen" in Ebnet, die gemeinsam mit wohnsitzlosen Menschen gestemmt wurde. 

"Ich habe mich immer gefragt: Was passiert mit unseren Städten? Wie kann ich das innerstädtische Sterben aufhalten? Wie gehen wir mit unseren Häusern um?" , erzählt der Gutshof-Projektleiter. Die Gemeinde Umkirch beschreite nun den umgekehrten Weg und werde die Ortsmitte durch Gastronomie, Geschäfte und Praxen wiederbeleben. "Das wirkt sich auch auf das soziale Miteinander aus" , ist Sutter überzeugt: "Der Gutshof in Umkirch ist ein wichtiges Projekt in der Region und wird eine große Außenwirkung haben." 

Willi Sutter, der immer eine Schirmkappe trägt, ist Autodidakt. Der Mann folgt seinen Visionen und seinem Enthusiasmus und ist damit erfolgreich: "Ich habe gleich nach dem Abitur angefangen, in allen Bereichen auf dem Bau zu arbeiten, insgesamt 20 Jahre lang. Klar, jetzt habe ich eine relativ große praktische Kenntnis." 

35 Häuser hat er mittlerweile umgebaut. Natürlich nicht allein, sondern gemeinsam mit anderen — Handwerkern, Planern, Architekten, Bauherren — und auch der Statiker Harald Steinberger ist immer dabei gewesen. "Er hat uns junge Leute damals unterstützt in Titisee-Neustadt." Damals wurde in Eigenarbeit ein Gebäude saniert, das die Gruppe mit zinsgünstigen Krediten gekauft hatte. Auf diese Weise sind einige schöne Häuser in Titisee-Neustadt vom Abriss verschont geblieben. 

"Der Erfolg war nicht angestrebt, er hat sich eingestellt" , sagt Sutter. Teamarbeit sei wichtig. "Die Leute müssen zusammenkommen." So war es auch am Gutshof in Umkirch, das ein ehemaliges Stallungsgebäude in einem schönen Ambiente ist. Gemeinsam haben er und die Gemeinde nach Nutzungsmöglichkeiten gesucht. So entstand die Zusammenarbeit mit dem Investor Markus Rogg, der hier eine Gaststätte betreiben und Arztpraxen und Läden vermieten wird. Rogg sei kein klassischer Investor, sondern schaue auch auf die Ideen hinter den Projekten, sagt Willi Sutter. "Die Zweifler werden anders drüber reden, wenn sie das fertige Projekt erst sehen" , ist er überzeugt. Im Frühsommer 2009 soll es dann so weit sein.

Projektleiter Willi Sutter (Mitte) arbeitet stets mit regionalen Handwerksbetrieben zusammen, hier mit Refki Morina vom Baugeschäft Bernauer (links) und Bernhard Dold aus Kirchzarten.(FOTO: WORTELKAMP)

Südkurrier vom 09.08.2008

Lichtblicke für Menschen und Häuser

von WILLI ADAM

Sozial schwache Mieter finden eine zeitgemäße Wohnung, die Wohnbau Lörrach kann ein Quartier sanieren, das eigentlich reif für den Abriss war, Arbeitslose finden den Weg in Beschäftigung oder vielleicht zurück auf den Arbeitsmarkt und schließlich wird ein denkmalgeschütztes Ensemble am Lörracher Stadteingang wieder vorzeigbar. All diese Aspekte spielen bei der Sanierung der Häuser Teichstraße 69 bis 79 eine Rolle. Anfang September werden die ersten Mieter einziehen.

Lörrach - Wenn der erste Abschnitt des einstmals abgewirtschafteten Häuserblocks in vier Wochen fertig sein wird, kann der in Lörrach bisher einmalige Versuch als gelungen bezeichnet werden. Ohne die Zusammenarbeit der verschiedenen Projektpartner wäre dieses Ergebnis jedoch nicht erreicht worden.

Noch vor zwei Jahren waren die Häuser, die zwischen 1890 und 1900 als Arbeiterhäuser der Tuchfabrik gebaut wurden, eigentlich ein Fall für den Abriss. Die Wohnung hatten keine oder nachträglich eingebaute Duschen und Toiletten, viele Mieter waren zwangseingewiesene Obdachlose. Eine wirtschaftlich darstellbare Sanierung wäre mit herkömmlichen Methoden nicht zu realisieren gewesen. Eine Lösung bot der Weg der Neustädter Firma Domiziel, die seit 15 Jahren heruntergekommene Immobilien mit Personal umbaut, das auf dem Arbeitsmarkt sonst keine Chance mehr hätte. Teilweise wurden die Mitarbeiter von Domiziel später auch Mieter der Häuser.

Dieses Prinzip wendete die Wohnbau Lörrach mit Hilfe der SAK Arbeit gGmbH nun auch für das Quartier Teichstraße an. Die so genannte SAK-Bauhütte hat - zum Beispiel beim Umbau des Alten Wasserwerks - schon reichlich Erfahrung als Beschäftigungsinitiative gesammelt. Wichtiger Partner dieses Verbunds ist die GAL (Grundsicherung für Arbeitssuchende im Landkreis Lörrach), die der SAK Arbeit gGmbH Mittel zur Verfügung stellt. Für insgesamt 36 Langzeitarbeitslosen hat die GAL über den SAK beim Projekt Teichstraße entweder so genannte Beschäftigungsmöglichkeiten oder Arbeitsplätze nach dem Entgeltmodell geschaffen. Bei der Beschäftigungsmöglichkeit werden Arbeitslose wieder an ein Berufsleben herangeführt.

Sie erhalten einen symbolischen Lohn von 1,50 Euro pro Stunde, den sie zusätzlich zu ihren Sozialleistungen behalten dürfen. Attraktiver ist das Entgeltmodell, bei dem die GAL befristet versicherungspflichtige Arbeitsverhältnisse finanziert.

Über diese Wege haben die beteiligten Arbeitslosen wieder neue Motivation entwickelt oder überhaupt erst wieder eine Tagesstruktur gewonnen, wie die die Sozialarbeiter der Wohnbau und des SAK übereinstimmend berichten. Drei Beschäftigten ist es sogar gelungen, wieder in den regulären Arbeitsmarkt einzusteigen - was angesichts des problembeladenen Personenkreises "ein großer Erfolg" sei, wie GAL-Chef Albrecht sagt. Die Hälfte bis zwei Drittel der Arbeiten wird von SAK Arbeit erledigt, für den Rest setzt die Wohnbau Lörrach ganz normale Handwerksbetriebe ein.

Insgesamt investiert die Wohnbau 2,4 Millionen Euro in die Teichstraßen-Häuser - das entspricht 1000 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche. "Ein privater Wohnungsbetreiber könnte das wirtschaftlich nicht darstellen", sagt Wohnbau-Geschäftsführer Thomas Nostadt. Dieses Engagement sei nur unter dem Vorzeichen des sozialen Auftrags des städtischen Unternehmens und unter Denkmalaspekten möglich. Für die Wohnbau Lörrach wird das Projekt Teichstraße deshalb auch nach dem Abzug der Bauarbeiter (etwa in zwei Jahren) weitergehen. Man werde bei der Belegung auf eine gute Durchmischung achten.

Bei den renovierten Wohnungen des ersten Abschnitts, die den Standard von ganz normalen Mietwohnungen haben, wird dies schon versucht. Familien aus anderen Quartieren und eine BA-Studenten-Wohngemeinschaft sollen mit Teichsträßlern (sie sollen etwa die Hälfte der renovierten Wohnungen nutzen) für ein gut durchmischtes Milieu sorgen. "Dieses Quartier wird nicht mehr absacken", verspricht Geschäftsführer Thomas Nostadt.

Mit dem Gang der Dinge beim Projekt Teichstraße zufrieden: Willi Sutter (Firma Domiziel), Thomas Nostadt (Geschäftsführer Wohnbau Lörrach), Jürgen Wiesenhütter (SAK), Jürgen Albrecht (GAL), Rudi Wasmer (SAK), Willi Brunen (Wohnbau Lörrach) und Katja Stange (SAK). Willi Adam

Badische Zeitung vom 15.07.2008

Ein Festakt für das Haus

Caritas feiert Einweihung der Adler Post in Neustadt / Platz für 22 Menschen mit Behinderung

TITISEE-NEUSTADT (twi). Der Betrieb läuft bereits, 17 Menschen mit Behinderung haben ihr neues Zimmer in einem ehemaligen Hotel in der Stadtmitte bezogen. Nachträglich wurde jetzt die Einweihung des Hauses Adler-Post in Neustadt gefeiert.

Das einstige Romantik-Hotel hatte die gemeinnützige Wohnbaugenossenschaft „bogenständig“ von der Familie Ketterer gekauft und in Abstimmung mit dem Caritasverband Freiburg-Stadt als künftigem Mieter, zum Wohnhaus für Menschen mit Behinderungen umgebaut.

In einer kleinen Feier im Haus mit Landtagsabgeordneten, Bürgermeistern, Vertretern von Verbänden, Behörden und Vereinen und den Bewohnern, weihte der Aufsichtsratsvorsitzende des Caritasverbandes Freiburg-Stadt, Erich Wittner, das Haus. Beim anschließenden Festakt im Seniorenzentrum St. Raphael in Neustadt konnte Caritasvorstand Egon Engler viele Gäste aus Politik, Wirtschaft und Kirche begrüßen. Grußworte überbrachten unter anderem Bürgermeister Armin Hinterseh, die Sozialdezernentin des Landkreises Breisgau-Hochschwarzwald, Eva-Maria Münzer, sowie Willi Sutter als Haus-Sanierer und Vorstandsmitglied der Wohnbaugenossenschaft „bogenständig“. Der Referatsleiter Behindertenhilfe im Caritasverband, Rainer Kern, dankte allen Beteiligten für ihr Engagement. Ein Stehempfang schloss den offiziellen Festakt im„Raphael“ ab.

Das Haus Adler-Post in Titisee-Neustadt mit Heimleiter Andreas Nägele bietet Platz für 22 Menschen mit Behinderungen aus der Region. Im März dieses Jahres sind die ersten Bewohner eingezogen. Zwischenzeitlich ist das Haus mit 17 Personen belegt. Eigentümer des stadtbildprägenden Hauses ist die „wohnbau bogenständig eG“, die 2003 in Titisee-Neustadt gegründet wurde. Zweck der Genossenschaft ist es, sozial und ökologisch ausgerichtete Wohnungen vorrangig für Mitglieder zu schaffen. Hierzu werden Grundstücke erworben und Gebäude errichtet oder saniert, diese dann bewirtschaftet, vermietet, vermittelt und betreut. Hand in Hand mit der Genossenschaft arbeitet das von Willi Sutter und Carsten Albert geführte Bauunternehmen „Domiziel“, das neben ehemaligen Langzeitarbeitslosen auch Menschen beschäftigt, die auf dem Arbeitsmarkt Schwierigkeiten hatten und haben.

Beobachtet von den Landtagsabgeordneten Klaus Schüle und Gustav-Adolf Haas (von links) und zahlreichen weiteren Vertretern aus Politik, Wirtschaft und Kirche, weihte Erich Wittner das Haus Adler Post.(FOTO: PRIVAT)

Badische Zeitung vom 16.06.2008

Mut zu Farben bewiesen

Architekten besichtigen sanierte Wohnprojekte von Domiziel

Von unserer Mitarbeiterin Heidrun Simoneit

TITISEE-NEUSTADT. Ihr erstes Projekt war ein heruntergekommenes landwirtschaftliches Anwesen mit Scheune. Jetzt, fast zehn Jahre danach, stehen Mitglieder des Deutschen Werkbunds bei einer Begehung mit Karsten Albert vor der gelungenen Umwandlung: Ein Haus, das schon auf den ersten Blick durch seine farblichen Fassade und die Außentreppe auffällt. „Damals wurden wir wegen der Farbe oft angegriffen. Auch für die Außentreppe zeigten die umliegenden Bewohner wenig Verständnis“, erinnerte sich Karsten Albert, Geschäftsführer von Domiziel. Auch die Bewohner des sanierten Objektes, ehemalige Obdachlose, wurden nicht gerne gesehen. Das hat sich im Laufe der Jahre geändert. Die farblichen Fassaden fanden schnell Nachahmer. Die Idee, den Zugang ins Haus über eine Treppe von außen zu ermöglichen, fand ebenfalls Anhänger. Die Anwesenheit der neuen Bewohner ist durch das ständige Engagement von Domiziel kein Gesprächsthema mehr. Ihre bisher jüngste Arbeit ist mitten in Neustadt zu bewundern: Die ehemalige Adler-Post in Neustadt heute: Neben Läden, Büros haben hier 24 behinderte Mitmenschen ein neues Zuhause gefunden. „Früher war das Gebäude tot, wir haben etwas fürs Ortsbild bewegt“, erklärte Albert den interessierten Architekten, die sich mit ihm nach der Mitgliederversammlung des Deutschen Werkbunds im Klösterle auf den Weg durch Neustadt machten. Der Deutsche Werkbund Baden-Württemberg vergab 2006 zum ersten Mal das Werkbund Label für Projekte und Initiativen, die sich durch herausragende innovative oder gestalterische Qualitäten und soziale oder politische Vorbildfunktion hervorhoben. Diese Auszeichnung erhielt damals Domiziel – Projekt Arbeit und Wohnen. Sie sanieren Altbauten, bieten Arbeitslosen Mitarbeit an und fördern damit ihre Integration auf dem Arbeitsmarkt. Seit ihrem Bestehen konnten 20 Häuser saniert werden, wurden 100 Wohnungen geschaffen, 90 Menschen fanden hier Arbeit und Wohnung.

Geschäftsführer Karsten Albert zeigt interessierten Architekten vomWerkbund, wo Domiziel Altbauten erfolgreich saniert hat. FOTO: HEIDRUN SIMONEIT
Badische Zeitung  vom  08. April 2008

Altes Haus wird Kulturzentrum

Vereine diskutieren Nutzung OBERRIED (mma). Großen Anklang fand bei den Vereinen die Einladung von Bürgermeister Franz-Josef Winterhalter zur Besichtigung des Anwesens Riegel und zur Diskussion über die Zukunft des Anwesens, das vor kurzem von der Gemeinde erworben wurde. Das Gebäude soll einer öffentlichen Nutzung zugeführt werden. Willi Sutter, Geschäftsführer der Domiziel GmbH und Spezialist für die Restaurierung historischer Gebäude, stellte die vielfältigen Nutzungsmöglichkeiten des Gebäudes vor. Im Mittelpunkt der Restaurierung steht die Erhaltung der einzelnen Gebäudeteile möglichst in der Form, wie sie heute anzutreffen sind. Die ältesten Teile sind wohl die Gewölbekeller, die im 18. Jahrhundert angelegt wurden. Darauf aufbauend gab es immer wieder Um- und Anbauten. So datiert das Scheunentor aus dem Jahre 1850. Neben der Erhaltung des historischen Gebäudes ist auch die Stärkung des Oberrieder Ortskerns ausdrückliches Ziel der Planer. Dazu wurde vorgeschlagen, eine Marktscheune sowie ein Bürgercafé einzurichten. Weiter soll im Obergeschoss ein großer Probe- und Veranstaltungsraum mit Platz für 120 Besucher geschaffen werden. Die weiteren Räume könnten von den einzelnen Vereinen genutzt werden und im angrenzenden Schuppen ist die Einrichtung einer Kindertagesstätte denkbar. Nun ist es an den Vereinen, ihren Nutzungsbedarf zu formulieren.